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Ein voller Entwicklungszyklus der Zecke dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Die Dauer ist von der Verfügbarkeit der Wirte abhängig, da die Zecke in jedem Entwicklungsstadium eine Blutmahlzeit benötigt. In ungünstigen Fällen kann die Zecke bis zu 2 Jahre auf Nahrung verzichten, so dass ein Zyklus auch bis zu 5 Jahre dauern kann.
Die Zecke legt die Eier als Pakete zumeist an geschützten Stellen wie z.B. den Unterseiten von Grashalmen oder Blättern ab. Aus einem solchen Ei schlüpft dann die sechsbeinige, ca. einen halben Millimeter große Larve. Bereits nach wenigen Tagen sucht sie sich einen geeigneten Zwischenwirt, saugt sich dort fest und beginnt mit der ersten Blutmahlzeit.
Nachdem die Zecke den Wirt verlassen hat, häutet sie sich während einer mehrwöchigen Reifezeit zur ersten achtbeinigen, rund 1 bis 2 Millimeter großen Nymphe. Vor dem nächsten Entwicklungsschritt benötigt die Zecke abermals einen Wirt zur Sättigung.
Nach der zweiten Blutmahlzeit erfolgt die zweite Häutung zur ausgewachsenen und geschlechtsreifen Zecke (adulte Zecke). Das ausgewachsene Tier befällt danach den Endwirt und sucht schließlich einen Partner zur Begattung. Das Weibchen legt kurz nach der Begattung bis zu 3.000 Eier ab und stirbt danach, während die Männchen bereits nach der Begattung sterben.
In der Regel nimmt die Zecke die Krankheitserreger während der Blutmahlzeit von ihrem Wirt auf. Sie bleibt während ihres gesamten Lebenszyklus mit den Erregern "verseucht". Die FSME-Viren werden sogar über die Eier an die Nachkommen "vererbt", was zu einem Anstieg der durchseuchten Zecken führen kann. Das "Vererben" konnte für die Erreger der Borreliose bisher nicht nachgewiesen werden.
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