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Hunderttausende von Menschen erleiden in Deutschland jährlich Zeckenstiche, Zehntausende erkranken an den Folgen eines Zeckenstichs, so das Webportal www.zeckenwetter.de. Zu möglichen Erkrankungen gehören die Borreliose, bei der eine Antibiotika-Therapie möglich ist, und die Frühsommer-Enzephalitis (FSME), gegen die es keine ursächliche Behandlung gibt. Daher wäre es vor einem Ausflug ins Grüne hilfreich zu wissen, wie hoch das Zeckenstichrisiko ist.
Diese Informationen bietet ab sofort das neue Webportal www.zeckenwetter.de, das Biologen des Unternehmens tick-radar gemeinsam mit dem Wetterdienst Meteomedia ins Leben gerufen haben. Denn mithilfe von regelmäßigen Erhebungen zur Zeckenaktivität an verschiedenen Standorten, Beobachtungen der Wetterhistorie und aktuellen Wetterprognosen ist es in Deutschland erstmals gelungen, die Aktivität von Zecken wissenschaftlich fundiert vorherzusagen, weil Zecken in ganz besonderer Weise auf Wetterfaktoren reagieren. Das Portal soll dem Nutzer helfen, das aktuell von Zecken ausgehende Risiko realistisch einzuschätzen, indem es darüber informiert, wo und wann mit Zecken zu rechnen ist. Kernstück des Angebots ist das Zeckenwetter, eine mehrfach pro Woche aktualisierte Prognose der Zeckenaktivität über drei bis sieben Tage für drei Großregionen in Deutschland.
Neben dem Meiden von Zeckenstichen bietet - anders als bei Borreliose - gegen die FSME-Erkrankung eine Impfung effektiven Schutz. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Impfung für Personen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Zeckenstichrisiko haben, sowie unter anderem auch Personen, die ihren Urlaub in Risikogebieten verbringen und sich viel in der Natur aufhalten. Die FSME-Risikogebiete werden jedes Jahr vom RKI - basierend auf den gemeldeten FSME-Übertragungen - festgelegt.
Quelle: Nach Informationen von tick-radar und www.zeckenwetter.de, Mai 2010
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