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Millionen Deutsche reisen jedes Jahr in FSME-Risikoregionen wie Bayern oder verbringen ihren Urlaub in anderen Ländern oder Regionen mit hohem FSME-Risiko durch infizierte Zecken, vermeldet die Ärzte Zeitung unter Berufung auf den Experten Dr. Christian Schönfeld vom Institut für Tropenmedizin in Berlin. Den Angaben zufolge weiten sich die FSME-Risikogebiete in Europa und Asien immer weiter aus, je weiter in Richtung Osten man sich in Europa bewege, desto größer sei das Risiko, sich mit FSME zu infizieren.
Demnach soll es im Baltikum (Estland, Lettland, Litauen) und Staaten wie Polen, Weißrussland und Russland die höchsten Fallzahlen geben. In Russland trete darüber hinaus mit der russischen Frühsommer-Meningoenzephalitis (RSSE) eine besonders gefährliche Form der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf. Während die hiesigen Behörden eine Todesrate von ein bis zwei Prozent unter den an FSME-Erkrankten registrieren, versterben an der russischen Variante, der RSSE, bis zu 35 Prozent der Infizierten, wie die Ärzte Zeitung unter Berufung auf Dr. Schönfeld weiter berichtet.
Auch in ganz Skandinavien (Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen) und in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Norditalien weiten sich demnach die FSME-Risikogebiete immer weiter aus. In Deutschland hat das Robert Koch-Institut nach Angaben der Ärzte Zeitung im Jahr 2008 289 und 2009 313 FSME-Fälle aufgrund einer Virusinfektion registriert. Nur 17 Prozent aller Deutschen seien vollständig gegen FSME geimpft, 70 Prozent hätten nur eine unvollständige oder gar keine Impfung.
Bei der FSME besteht eine Entzündung des Gehirns und/oder des Rückenmarks. Auch bei unvollständiger Impfung besteht kein ausreichender Schutz, Betroffene können ebenso wie Ungeimpfte schwer erkranken. Nach dem konventionellen Impfschema sind für einen vollständigen Schutz drei Impfungen nötig, dabei soll die zweite Impfung 1 bis 3 Monate und die dritte 9 bis 12 Monate nach der ersten Impfung erfolgen. Eine Auffrischungsimpfung ist erstmalig nach drei Jahren nötig. Ist ein schneller Impfschutz erforderlich, steht ein Schnellimpfschema zur Verfügung - drei Impfungen an den Tagen 0, 7 und 21. Eine Auffrischungsimpfung sollte in diesem Fall nach 12 bis 18 Monaten erfolgen.
Quelle: Nach Informationen der Ärzte Zeitung, März 2010
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