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"Lokale Nebenwirkungen an der Einstichstelle und körperliche Allgemeinsymptome, insbesondere Fieber, sind normal nach Impfungen und kein Grund dafür, künftig hierauf zu verzichten", erklärt der Chefredakteur der neuen Leitlinie des American College of Allergy, Asthma & Immunology, Dr. John M. Kelso von der Abteilung für Allergie, Asthma & Immunologie an der Scripps Clinic in San Diego, Kalifornien, USA, in einer Pressemitteilung. Nach den Informationen der amerikanischen Fachgesellschaft werden in den USA jedes Jahr schätzungsweise 235 Millionen Impfdosen verabreicht und nur bei etwa 235 Menschen treten schwere allergische Reaktionen wie ein anaphylaktischer Schock auf. Todesfälle seien extrem selten.
Kelso und Kollegen raten in der Leitlinie, dass bei entsprechenden Nebenwirkungen Allergologen die Reaktionen untersuchen sollten, um die möglichen Ursachen und die besten Therapieoptionen zu ermitteln. Nach ihren Angaben werden allergische Reaktionen typischerweise nicht von den aktiven Inhaltsstoffen des Impfstoffs ausgelöst. Sie seien vielmehr in der Regel auf andere Komponenten des Impfstoffs zurückzuführen wie Gelatine, Hühnereiweiß oder - seltener - Hefe, Neomycin bzw. Thiomersal oder auf Latex in den verwendeten Materialien. Würde bei Menschen mit Verdacht auf eine entsprechende Allergie ein Allergietest gemacht, ließen sich die verantwortlichen Substanzen bei Impfungen künftig gezielt meiden, so die Autoren der Leitlinie.
Quelle: Nach Informationen einer Pressemitteilung des "American College of Allergy, Asthma & Immunology", Oktober 2009
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