
Zecken können FSME-Viren übertragen: Deswegen Vorsicht im hohen Gras!
Erkrankung durch FSME-Virus
Das FSME-Virus löst Erkrankungen aus, die mit grippeähnlichen Symptomen, Fieber und bei einem Teil der Patienten mit einer Meningoencephalitis - der Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten -einhergehen. Da es sich um einen Virus handelt, lässt sich die Grunderkrankung nicht mit Antibiotika heilen, es ist nur möglich, einzelne Symptome zu lindern. Der einzige wirksame Schutz ist die Vorsorge durch die Schutzimpfung.
Risiko einer Infektion
Übertragen wird die Krankheit durch den
Stich einer infizierten Zecke. In Europa lassen sich - im Gegensatz zur
Lyme-Borreliose - für die FSME
flächenhafte Endemiegebiete abgrenzen. Unter Endemiegebieten (auch Risikogebiete genannt) versteht man lokal begrenzte Regionen, in denen in einigen aufeinanderfolgenden Jahren jeweils mehrere FSME-Erkrankungsfälle aufgetreten sind (
siehe auch "FSME in Deutschland"). Die Durchseuchungsrate der Zecken mit dem FSME-Virus schwankt je nach Risikogebiet und Nachweismethode zwischen 0,1 % und 5 %. Die Einteilung in Risikogebiet und Nichtrisikogebiet darf aber nicht dazu verleiten, außerhalb dieser Gebiete keine Infektionsgefahr zu vermuten, denn das Virus kann durch Verschleppung von infizierten Zecken (z.B. durch Vögel, Rehwild) auch in bisher virusfreie Regionen eingeführt werden. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich an einer FSME zu erkranken, ist nur sehr schwer abzuschätzen.