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Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in Europa und Nordamerika. Borreliose kommt überall vor, wo es Zecken gibt, somit in ganz Deutschland. Die Durchseuchung der Zecken mit dem Bakterium ist regional und in Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium der Zecken unterschiedlich hoch - in Deutschland zwischen 3 und 30 %.
Überträger des Bakteriums sind in der Regel Zecken, die den Erreger während des Saugaktes nach einigen Stunden (in der Regel in einem Zeitfenster von 8 bis 12 Stunden nach dem Einstich) auf den Menschen übertragen. Deswegen kann durch ein schnelles Entfernen der Zecke unmittelbar nach dem Einstich eine Infektion meistens vermieden werden. Beim Entfernen der Zecke sollte man unbedingt eine Quetschung des Zeckenleibes vermeiden, um die Borrelien nicht aus dem Darm der Zecke in die Wunde zu quetschen. Auch sollten Mittel wie Nagellack, Öl oder Klebstoff, welche den Tod der Zecke herbeiführen sollen, unbedingt vermieden werden, da die Zecke in ihrem Todeskampf vermehrt Krankheitserreger in die Stichstelle abgibt.
Eine direkte Übertragung der Borrelien von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt, d. h. erkrankte Personen sind nicht ansteckend. Jährlich erkranken in Deutschland zwischen 50.000 und 70.000 Menschen an einer Borreliose. Damit ist die Borreliose die zweithäufigste Infektionserkrankung in Deutschland.
Gegen die Lyme-Borreliose gibt es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff. Nach einer überstandenen Infektion besteht auch keine längerfristige Immunität, der Stich einer infizierten Zecke kann erneut eine Borreliose auslösen.Weitere Informationen zur Borreliose finden Sie unter:
http://www.zeckenbiss-borreliose.de/
http://www.borreliose-bund.de/
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